www.hexal.deErfahrungsberichte unserer Pharmaziepraktikanten/innen
Pharmaziepraktikum in der Abteilung "Qualitätskontrolle"
Sechs Monate Praktikum in der Qualitätskontrolle?
Ich kann es jedem nur empfehlen!
Schon während des Studiums träumte ich mal davon in einem pharmazeutischen Labor zu arbeiten. Ich stellte mir immer die Frage: Wie viel Arbeit steckt wohl dahinter, bis ein Arzneimittel nach der Produktion tatsächlich freigegeben und über den Großhandel an die Apotheken ausgeliefert wird??? Und so entschied ich mich einen Teil meines Praktischen Jahres in der Qualitätskontrolle bei der HEXAL AG zu absolvieren.
In der ersten Woche meiner Tätigkeit stand zunächst das Lesen von vielen Standardarbeitsanweisungen, den so genannten "SOP’s", im Vordergrund. Diese "SOP’s" (standard operating procedure) beschreiben alle analytischen, sicherheitstechnischen und sonstigen Arbeitsprozesse im Labor. Für jedes analytische Gerät gibt es zudem einen Geräteverantwortlichen, der einem eine Einweisung nach GMP gibt, die man anschließend dokumentieren muss.
Das Praktikum bietet einen umfassenden Einblick in die verschiedensten Methoden das Arzneibuchs. Nasschemische Nachweise, IR-Spektroskopie, Gehalts- und Reinheitsbestimmungen wie Titrationen, HPLC Methoden, Dissolutionen, aber auch optische Prüfungen von TTS brachten eine abwechselungsreiche Tätigkeit. Nebenbei durfte ich auch bei der Qualitätsuntersuchung von Wasser auf Schwermetalle und Nitrate mitwirken.
Jede Analytik muss nach GMP Richtlinien dokumentiert werden, so dass man die eine Hälfte des Tages im Labor verbrachte und die andere Hälfte dann die Analytik auswertete und im Laborjournal nach GMP dokumentierte. Es war ein sehr eigenverantwortliches Arbeiten.
Im Labor selbst arbeitet man mit der Abteilung der FERoh (Forschung und Entwicklung von Rohstoffen) und der Stabilität zusammen. Durch den netten Kontakt mit den Kollegen bekam man auch einen umfassenden Einblick in das Tätigkeitsfeld dieser Abteilungen.
In guter Erinnerung bleiben der Praktikantenausflug nach Barleben und die damit verbundene Werksbesichtigung der Salutas Pharma GmbH, der Produktionsstätte von Hexal.
Zum Abschluß des halben Jahres stellte jeder von uns seine Abteilung und die damit verbundene Tätigkeit in einem kleinen Vortrag vor.
Fazit: Ein tolles halbes Jahr mit vielen neuen Erfahrungen und eine perfekte rundum Betreuung. Ich kann es jedem nur empfehlen, sechs Monate seines Praktischen Jahres in der Pharmaindustrie zu absolvieren! Nutzt diese einmalige Chance!
Pharmaziepraktikum in der Abteilung "Marketing"
Mit HEXAL besser beraten: meine sechs Monate Pharmaziepraktikum bei der HEXAL in Holzkirchen waren eine tolle Erfahrung und ich möchte definitiv keinen einzigen Tag missen!
Als Pharmaziepraktikant, Abteilung Marketing, durfte ich mich in verschiedenen Bereichen betätigen:
- Apothekenservice -
Apotheken Event- und Veranstaltungsmanagement
Meine Aufgaben waren - neben vielen anderen =) - die Erstellung und Korrektur von Power-Point-Präsentationen für Apotheken-Inhouse-Schulungen und Beratungsleitfäden. In diesen Vorträgen wird vom medizinischen und pharmakologischen Hintergrund, über die HEXAL Produktpalette, Kommunikation und Fallbeispielen alles rund um ein Thema (z.B. Diabetes) für Apotheker und Mitarbeiter abgehandelt. Die Beratungsleitfäden werden als zusammenfassendes Nachschlagewerk der Vorträge in Apotheken mit abgegeben.
Des weiteren habe ich Texte für Broschüren und Werbematerialien erstellt, Anfragen von Apothekern zu Seminaren der HEXAL Trainingsakademie beantwortet, und mich um die Erfassung und Ablage der Seminaranmeldungen gekümmert.
Auch bei der Vorbereitung der Aktionstage Allergie und des HEXAL Standes für die diesjährige EXPOPharm war ich miteinbezogen.
- ethisches und OTC-Produktmanagement
Nebenbei konnte ich auch einen Blick in die alltägliche Arbeit der Produktmanager der verschiedenen Themengebiete werfen. Bei kleineren Aufgaben und Projekten konnte man sein pharmazeutisches Fachwissen einbringen und immer etwas dazu lernen: von allgemeinen Recherchen über Außendienstschulungen und der Erstellung von Werbematerialien sowohl für Patienten als auch Fachkreise war alles dabei.
Die "Arbeit" war sehr vielfältig und abwechslungsreich, Schwerpunkte lagen auf Präsentations- und Texterstellung und Korrekturarbeiten (Arbeiten mit Office-Paket).
Die angenehme Arbeitsatmosphäre, viele nette Kollegen, sowie die Betreuung der Praktikanten machten einem den Anfang leicht und den Abschied schwer =).
Alles in allem kann ich euch ein Praktikum in der Abteilung Marketing nur wärmstens empfehlen, hier stehen alle Türen offen, seinen Horizont zu erweitern!
Katharina Poehlmann, Phamaziepraktikantin,
Marketing,
11/07 bis 04/08
Pharmaziepraktikum in der Abteilung "Marketing/Internet"
Um das Fazit gleich vorwegzunehmen:
Mein halbes Jahr in der Abteilung Marketing Internet hat mir sehr gut gefallen
und ich kann ein Praktikum in dieser Abteilung auf jeden Fall empfehlen!
Man arbeitet in einem sehr netten Team und kann seine pharmazeutischen Kenntnisse
nützlich einbringen und auch erweitern.
Meine Tätigkeit war durch die Beschäftigung mit verschiedenen Themen sehr abwechslungsreich und ich durfte selbständig meine Ideen umsetzen. Da ich gerne Informationen recherchiere und mir das Schreiben von Texten Spaß macht, hat die Arbeit hier genau meine Interessen getroffen.
Aber nun Genaueres über meine Arbeit:
Das Team "Marketing Internet" befasst sich hauptsächlich mit
der Konzeption, der Gestaltung und der Pflege der HEXAL-Internetpräsenz.
Außerdem gehören Multimedia-, DVD- und Videoproduktionen sowie Produktfotografien
zu den Aufgaben der Abteilung.
- Texte schreiben und erweitern für Themenwebseiten zu unterschiedlichen Themen, z. B. Gynäkologie, Ernährung bei Diabetes, Antibiotika und Infektionen, …
- Erstellen von Präsentationen für den Vortragsservice: HEXAL bietet Ärzten/Apothekern ausgearbeitete Präsentationen zum Download an, die zur Information für Patienten genutzt werden können.
- Pflege der Datenbank mit online bestellbaren Serviceartikeln. Dazu gehört auch das Schreiben von kurzen Informationstexten zu den jeweiligen Artikeln.
Als interessant empfand ich dabei die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Abteilungen: Die Texte und Inhalte, die ich erstellt habe, entstanden meist gemeinsam mit dem Produktmarketing (Betreuung der Themenwebseiten) und der Medizinisch-Wissenschaftlichen Abteilung (Überprüfung der veröffentlichten Inhalte).
Neben der Textgestaltung habe ich mich noch z. B. mit folgenden Themen befasst:
- Korrektur des neuen Vorlese-Services Readspeaker auf den Themenwebseiten in Zusammenarbeit mit dem Anbieter.
- Auswertung von Statistiken und Überarbeitung von Anzeigenkampagnen
Und an alle, die befürchten, dass hier Programmierkenntnisse o. ä. gefragt sind: Die Einbindung der Inhalte in die Webseiten übernahmen meine Kolleginnen (An dieser Stelle herzlichen Dank! ;)).
Praktikumsbericht: HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel
Die HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel wurde Ende 2003 von der HEXAL AG gegründet. Zweck der gemeinnützigen Gesellschaft ist die Förderung der Arzneimittelsicherheit für Kinder. Während meiner Praktikumszeit hat die Initiative mehrere Projekte durchgeführt und gefördert.
Ein Projekt der Initiative ist die Datenbank "ZAK® - Zugelassene Arzneimittel für Kinder". Diese Datenbank unterstützt die Fachkreise bei der Suche nach zugelassenen Arzneimittel für Kinder und Jugendliche. Für sechs pädiatrische Altersgruppen von 0 bis 16 Jahren können Arzneimittel nach den Kriterien Indikationsgruppe, Wirkstoff und Darreichungsform ermittelt werden.
Für dieses Projekt war ich an der Weiterentwicklung der Datenbankstruktur beteiligt und zuständig für alle anfallenden Aufgaben im Zusammenhang mit der Datenbearbeitung.
Die Datenbearbeitung umfasste die Prüfung, Korrektur und Aufnahme von Daten in die Datenbank. Die Daten werden der Initiative von den pharmazeutischen Unternehmen zur Verfügung gestellt und müssen den Fachinformationen entsprechen. Bei abweichender Interpretation der Fachinformation müssen Korrekturen nach Abstimmung mit dem zuständigen Mitarbeiter des Unternehmens vorgenommen werden. Darüber hinaus habe ich Anfragen der beteiligten Firmen und der Nutzer zur Datenbank beantwortet.
Ich habe mich mit Kriterien der benutzerfreundlichen Gestaltung von Datenbanken auseinandergesetzt und habe bei der Prüfung der Daten viel über die Systematik von Fachinformationen, die Bedeutung der fachspezifischen Nomenklatur und die Problematik mangelhafter Arzneimittelinformation erfahren.
Die mir gestellten Aufgaben konnte ich nach kurzer Einarbeitungszeit eigenverantwortlich erledigen. Dabei kam mir zugute, dass ich gerne am PC arbeite und mich für die Bereiche Arzneimittelinformation und Arzneimittelsicherheit interessiere.
Als Voraussetzung sollte man daher die Fähigkeit mitbringen, sich konzentriert mit umfangreichen Texten zu beschäftigen und systematisch vorzugehen.
Besonders gefallen hat mir, dass ich aktiv an der Entwicklung eines Projektes beteiligt war, eigene Ideen einbringen konnte und den Erfolg meiner Arbeit direkt an der Datenbank ablesen konnte.
Während des halbjährigen Praktikums habe ich einen guten Einblick in die Defizite der Arzneimittelversorgung bei Kindern erhalten und konnte durch Telefonate mit Mitarbeitern von pharmazeutischen Unternehmen, mit Ärzten und Apothekern feststellen, dass ich gerne mit Menschen kommuniziere.
Heike Katharina Jürgens, Phamaziepraktikantin,
HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel gGmbH,
11/06 bis 04/07
Pharmaziepraktikum in der Abteilung "Pharmazeutische Entwicklung - Orale Depotarzneiformen"
In den ersten Tagen schulte ich mich selbst mittels Lesen von SOPs (Standard Operating Procedure). Da erfuhr ich alles über Probenzug, IPKs (Inprozesskontrolle) zu den einzelnen Darreichungsformen und vieles mehr. Hinzu kamen dann noch mündliche Einweisungen in die Durchführung der IPKs und Sicherheiten in der Produktion (Feuer, Notfall, ...). Da ich in der Produktion, wo gleichzeitig Verkaufsware hergestellt wird, meine Versuche durchführte, mußte sichergestellt werden, daß das Produkt vor meiner Person geschützt ist. Aber auch ich mußte mich vor dem Produkt schützen, z.B. mit einer P3-Maske. Deshalb hatte ich einen Gesundheitscheck mit Test auf die Lungenfunktion und eine Schulung über GMP (Good Manufacturing Procedure).
Bis dahin waren dann schon mal paar Wochen vergangen. Aber ich durfte trotzdem schon im GMP-Bereich arbeiten. Besser gesagt, anhand eines Entwicklungprojektes wurde ich in die Vorgänge in der Produktion und das Arbeiten an meinem später heißgeliebten GPCG 2, einem Wirbelschichtgranulator, eingearbeitet. Dies geschah durch ein Teammitglied, der mir viele Tipps gab. Dazu gehörten auch die Kleinigkeiten, wie zum Beispiel die Aufbewahrung der Wirk- und Hilfsstoffe und die Dokumentation der auch für Verkaufsware benötigten entnommenen Substanzen. Es gab kein getrenntes Lager für Galenik und Produktion. In der Galenik hatten wir zwar Vorratsgefäße für fast alle Hilfsstoffe, aber auch diese mußten immer mal wieder aufgefüllt werden. Da muß die Dokumentation und die Entnahme richtig ablaufen. Zusätzlich war die Dokumentation der Herstellung unserer Entwicklungscharge. Da es sich um ein Betäubungsmittel handelte, hatte ich gleich am Anfang die Situation eines sehr umfangreichen Protokolls. Diese erstreckte sich von Auslagern über Herstell-Dokumentation bis zur Buchung und Dokumentation in Entwicklungsberichten, was dann am Shreibtisch erfolgte. Nicht alle Arbeitsschritte machte ich mit. Hauptsächlich wurde ich in der praktischen Arbeit eingeweisen. Mir war es recht – ich wollte praktisch arbeiten.
Sämtliche Einweisungen wurden protokolliert, so daß ich dann eines Tages selbstständig am GPCG 2 in einem ganz neuen Projekt arbeitete. Hier mußte die Rezeptur zur Herstellung von Wirkstoffpellets gefunden werden. So kam es, daß ich in der Mitte meiner Praktikumzeit jeden Tag in die Produktion ging, den Wirbelschichtgranulator zusammenbaute, alles einwog und herstellte, um am Ende ein Ergebnis zu bekommen, daß wenig erfreulich war. Aber ich machte weiter und probierte alles aus. Es wurden verschiedene Hilfsmittel, verschiedenen Pelletgrundlage verwendet und bei verschiedenen Einstellungen gearbeitet. Ich probierte dann sogar noch die Feuchtgranulation und Sprühtrocknung aus. Dies geschah natürlich in Absprache mit einem Teammitglied, der für dieses Projekt verantwortlich ist. Und wöchentlich hatten wir auch eine Besprechung zu diesem Projekt mit dem Teamleiter. Hier wurden die Fortschritte bzw. die Ergebnisse, welche sich aus der Herstellung und der beauftragten Analytik ergaben, berichtet und weiteres Vorgehen besprochen. Ideen und Anregungen durfte ich miteinbringen und vieles wurde auch angenommen und letztendlich ausprobiert. Zusätzlich war ein Entwicklungsbericht zu schreiben, den ich inhaltlich mit Worten und mikroskopische Bildern füllte. So mikroskopierte ich auch noch einige Tage lang die hergestellten Pellets und Granulate. Leider fand dieses Projekt seinen vorzeitigen Abschluß, da im Hinblick auf die Routineherstellung (Herstellung im großen Maßstab) und Compliance beim Patienten nicht praktikabel ist.
Nebenher hatte ich noch ein eigenständiges Projekt, die Evaluierung einer Schwingmühle. Hier konnte ich alles selbst und ohne Absprache erledigen. Es ging darum, eine Mischung in kleinsten Konzentrationen homogen herzustellen. Dies wird unter anderem für die Untersuchung der Polymorphie gebraucht. Ich suchte also nach einer Methode, die sich für die Untersuchung der Homogenität eignet. Diese wurde dann validiert. Ich nutzte die Leitfahigkeit von Salzen dazu aus. Dies ist einfach zu messen und kann ich selber durchführen. Dann mußte ich auch nicht die Analytik-Abteilung nerven. Die hätten sich bedankt bei meinen hundert und mehr Proben. Die Evaluierung umfaßte unterschiedliche Mischzeiten, Frequenzen und Probenvolumina. Diese Parameter sind entscheidend für eine homogen Mischung. Dieses Projekt war zeitraubend. Da ich zum Ende meiner Zeit als Praktikant aber für andere Dinge gebraucht wurde und sich ein Praktikant für 4 Wochen (ist selten möglich) bewarb, gab ich das Projekt an diesem ab.
Nun konnte ich mein Organisationstalent beweisen. Der Praktikant brauchte einen Ausweis, einige nötige Einweisungen und vor allem einen Arbeitsplatz, der nicht im GMP-Bereich ist (keine Gesundheitsuntersuchung bei 4 Wochen). Als er dann kam war alles fertig und ich übergab ihm das Projekt, d.h. er erfuhr alles über meine Vorarbeit und seine Aufgabe. Von diesem Zeitpunkt an betreute ich ihn nur noch und gab bei Fragen Hilfestellung.
Ich hatte jetzt Schreibtisch-Arbeit. Dies ist weniger mein Ding, aber war auch interessant. Ich durfte aus der Herstellungsdokumentation, aus Analytikberichten und im Computer vorhanden Berichten Daten sammeln, diese Zusammenstellen und in erstellen Excel-Tabellen diese Daten erfassen. Ein Vorteil hatte das ganze. Ich wurde wieder fit in Umgang mit Excel und lernte neue Tricks kennen; besser als jede Schulung.
Hinzu kam, daß ich den Versuchsbericht zum Entwicklungsprojekt am GPCG 2 zur Endversion formulierte. D.h. Ergebnisse aus der Analytik und letzte Entwicklungsarbeiten mußten übersichtlich und für andere verständlich zusammengefaßt werden. Ebenso las ich den Bericht des 4-wöchigen Praktikanten gegen und gab ihm wichtige Hinweise. Es ist gar nicht so einfach, etwas kurz und knap, aber sehr verständlich zu formulieren.
Zusammenfassend hatte ich eine abwechslungsreiche Zeit. Die Zusammenarbeit mit den Teammitglieder machte mir sehr viel Spaß. Der Umgang untereinander war freundlich und ich bekam bei sogar dummen Fragen immer eine Antwort bzw. Hilfe. So war es nicht schlimm, auch mal am Schreibtisch zu arbeiten. Die Praktische Arbeit in der Produktion machte mir natürlich am meisten Spaß. Hier konnte ich mich bei Fragen und Problemen auch an die Mitarbeiter der Produktion wenden. Der Bonus war der Besuch bei Salutas in Barleben.
Ich genoss die Zeit bei HEXAL und wünsche allen zukünftigen Pharmaziepraktikanten eine schöne, erlebnisreiche Zeit.
Anja Oderwald , Phamaziepraktikantin, Pharmazeutische
Entwicklung,
11/06 bis 04/07
Pharmaziepraktikum im "AP-Labor"
Ein 6monatiges Praktikum im AP-Labor bedeutet hin und wieder stressige Laborarbeit, aber dennoch ganz viel Spaß in einem netten Team zu haben.
Das AP-Labor ist die Analytische Produktentwicklung bzw. eine "Absolut geniale Entscheidung für ein unvergessliches Pharmaziepraktikum":
Die Aufgaben des AP-Labors sind die Entwicklung von Dissolutionsmethoden, die Analytik von Galenikchargen und die Durchführung von Reinigungsvalidierungen, sowie Gerätequalifizierungen.
Zu Beginn meines Praktikums stand das Lesen von sog. "SOP’s" ( standard operating procedure ) auf dem Programm. Dann erfolgten diverse Geräteeinweisungen, die auch schriftlich dokumentiert werden mussten. Danach konnte es losgehen…;)
Als Praktikantin hatte ich in erster Linie mit der Analytik von Galenikchargen zu tun, d.h. Dissolutionen und Gehaltsbestimmungen durchzuführen, die über UV oder HPLC ausgewertet wurden.
Zunächst werden einem kleinere Aufträge zugeteilt, bei denen es
sich in der Regel um UV – Bestimmungen handelt. Nach einiger Zeit der
Eingewöhnung, lässt man auch schon seine erste HPLC laufen und arbeitet
immer selbstständiger.
…keine Panik! Ihr werdet hier von einem sehr netten Team betreut und
eingearbeitet, d.h. es steht euch hier wirklich JEDER mit Rat und Tat (zu jeder
Zeit) zur Seite.
Praktikum Commercial Operations (ComOps)
Meine zweite Hälfte des Praktischen Jahres absolvierte ich in der Abteilung Commercial Operations (kurz: ComOps), vormals International Business Mangement.
Nach dem halben Jahr in der Apotheke stellte sich das sehr schnell als komplett neues Territorium für mich heraus, da man ja vorher als Pharmaziestudent sonst keinerlei Einblicke in die betriebswirtschaftlichen Abläufe eines pharmazeutischen Unternehmens bekommt. Und gerade das machte die Arbeit natürlich sehr spannend:
Die Abteilung ComOps selbst kümmert sich um die Interessen der ausländischen Niederlassungen. Sie ist dadurch sowohl Ansprechpartner der Länder als auch Anlaufstelle für länderspezifische Fragestellungen innerhalb des Unternehmens. Aufgeteilt ist die Abteilung nach Ländern bzw. Länderregionen. Approbierte Apotheker und Betriebswirtschaftler planen hier zusammen mit den Ländern, welche Produkte wann und wo eingereicht werden sollen, und erstellen mit ihnen Markt- und Marketingstrategien.
Als Pharmaziepraktikantin bearbeitete ich hauptsächlich Anfragen an und von den Ländern. Dies ist sehr vielseitig, da es sich um pharmazeutische Fragen wie z. B. nach der Indikation, Dosierung für ein bestimmtes Produkt aber auch um Fragen zur Zulassung, der Projektphase, Marketingstrategie etc. handeln kann.
Dadurch hat man natürlich viel Kontakt zu den anderen Abteilungen im Unternehmen und lernt so auch Zulassung, Global Portfolio Management, MedWiss, Marketing, Patentabteilung, …. kennen. Darüber hinaus hat man durch die Mitarbeit an Projekten, wie z. B. der 5-Jahresbudgetplanung, auch Einblicke in die betriebswirtschaftliche Komponente der Abteilung.
Fazit: Mir hat das halbe Jahr total viel Spaß gemacht!
Klar, am Anfang muss man sich mit vielen neuen Dingen erstmal auseinandersetzen,
so auch z. B. wieder englisch zu sprechen/schreiben. Aber da hier alle wirklich
sehr nett und hilfsbereit sind, ist das wirklich kein Problem!
Und es ist wirklich eine einmalige Gelegenheit, die pharmazeutische Industrie von einer anderen Seite als den "Klassikern" wie pharm. Entwicklung oder Zulassung kennenzulernen; ich kann´s jedem wirklich nur empfehlen!!!
Julia Ringel, Phamaziepraktikantin, Commercial Operations (ComOps),05/06 bis 10/06
Praktikant Abteilung "Med-Wiss"
Des Weiteren recherchieren wir, was gerade anfällt, korrigieren und überprüfen Fach- und Gebrauchsinformationen sowie Faltschachteln, helfen bei den Zulassungsverfahren (wobei man spontan auch mal dänische Texte vor sich haben kann) und helfen bei der Erstellung von Servicematerialien, wie z. B. Patientenbroschüren und HEXAL-Internetseiten.
Als Besonderheit kümmere ich mich um die Sondengängigkeit der HEXAL-Präparate, d. h. ich überprüfe ob das jeweilige Präparat theoretisch sondengängig ist, und probiere dann praktisch aus, durch welche Sonde die Lösung oder Suspension passt, ob es Besonderheiten zu beachten gibt (z. B. Unverträglichkeiten mit dem Sondenmaterial oder der Sondennahrung, etc.). Die Ergebnisse werden in Sondenbogen festgehalten, die wir auch an Apotheken und Kliniken verschicken.
Durch all diese verschiedenen Tätigkeiten ist die Arbeit hier sehr abwechslungsreich; es wird nie langweilig oder monoton. Da auch das Klima in der Abteilung sehr gut ist, kann ich wirklich allen empfehlen, sechs Monate des PJ’s hier zu verbringen."
Praktikant Abteilung HEXAL Onkologie ("Zulassung"/"Med-Wiss")
Sehr spannend ist der Einblick in die onkologische Pharmakologie durch Recherchen für die Med-Wiss (siehe Bericht von Doris).
Während des Studiums dachte ich, die Arbeit in der Zulassung wäre langweilig und einseitig, aber durch mein Praktikum bei HEXAL hat sich meine Meinung geändert. Die Arbeit ist interessant und sehr abwechslungsreich, und man kann viel theoretisches Wissen zur Pharmazeutischen Chemie und Pharmazeutischen Technologie anwenden, auffrischen und dazulernen. Zum Beispiel bearbeite ich Teile von Dossiers zur pharmazeutisch-chemischen Dokumentation, wobei ich Daten zur Herstellung, Produktqualität und Stabilität auswerte und für die Zulassungsbehörde aufarbeite.
Von Zeit zu Zeit erhalte ich auch Einblick in die Abteilung Marketing, wenn ich Kalkulationen der ausländischen Niederlassung zu neuen Arzneimitteln aufbereite, Werbemittel kontrolliere und Basistexte überarbeite.
Insgesamt macht die Arbeit sehr viel Spaß, nicht zuletzt wegen der freundlichen Kollegen."
Pharmaziepraktikum in der "Zulassung"

Zum Aufgabenbereich des Pharmaziepraktikanten in der Zulassung gehören Umformatierungen von Zulassungsdossiers, Bearbeiten von Mängelrügen, Erstellen von Analysenzertifikaten und Arbeitsanweisungen sowie unterstützende Aufgaben der Projektverantwortlichen (Internetrecherchen etc.).
Die Arbeit ist vor allem deswegen sehr interessant, weil man einiges an Hintergrundwissen über die verschiedenen Zulassungsverfahren, damit auftretende Probleme und über die Strukturen der Pharmaindustrie erfährt. Und gerade die Firma HEXAL ist wegen der Größe ihrer Zulassungsabteilung und einer Vielzahl von Produkten in europäischen und außereuropäischen Ländern dafür bestens geeignet. Erstaunt hat mich die Tatsache, dass nicht nur die Zulassung neuer, sondern auch die Betreuung schon im Markt befindlicher Arzneimittel einen großen verwaltungstechnischen Aufwand erfordert."
Pharmaziepraktikum im "E-Labor"
Die ersten drei Wochen der Praktikumszeit führt man Kleintests mit Tabletten durch wie Zerfallszeit, Bruchfestigkeit, Gleichförmigkeit der Masse etc., um sich im Labor einzuarbeiten. Danach wird man in sein jeweiliges Team eingeführt und erhält genaue Einweisungen an den Geräten, die für den Umgang mit diesen nötig sind. Nach einer kurzen Zeit des Einlernens ist man dann in der Lage, selbstständig zu arbeiten und Projekte oder Aufträge durchzuführen. Dennoch steht einem immer jemand mit Rat und Tat zur Seite, falls man Hilfe benötigt.
Ein Praktikum im Entwicklungslabor ist für all diejenigen die richtige Wahl, denen die Arbeit im Labor Spass macht und die Interesse an analytischen Methoden haben. Es bleibt immer abwechslungsreich, da hinter jedem neuen Projekt eine andere Aufgabenstellung steht. Schließlich lassen die angenehme Athmosphäre im E-labor und die netten Kollegen die Errinnerungen an das chaotische Uni-Labor schnell vergessen."


"Im Entwicklungslabor stehen für die Praktikanten verschiedene Arbeitsbereiche
zur Verfügung. Im Gegensatz zu den anderen vorgestellten Praktikantenstellen
bei HEXAL hat hier auch die praktische Arbeit in den Laboratorien eine bedeutende
Rolle. Sei es als Mitglied der Allgemeinen Gruppe, welche sich vorrangig mit
Kleintests, Wasserbestimmungen und Dissolution beschäftigt, als Mitarbeiter
in der Gruppe der Methodenentwicklung, deren Aufgabengebiet in der Suche und
Optimierung von Methoden im Rahmen der Hochdruckflüssigkeitschromatographie
liegt, oder als Angehöriger der Gruppe, welche sich fast ausschließlich
mit der Aufklärung und Qualifizierung noch unbekannter Strukturen beschäftigt.
Für jeden, der auch nach seinem Studium die Arbeit im Labor nicht missen
will, ist solch eine Stelle genau die richtige Entscheidung.
An den ersten Tagen erhält man dann erst mal Einweisungen an den verschiedensten
Geräten, um später mit selbigen auch selbstständig arbeiten
zu können. Dies ist zwar etwas mühselig, gerade weil zu jeder Einweisung
auch eine persönlich zu formulierende Ausarbeitung gehört, aber danach
kann man voll durchstarten. Anfangs noch unter Kontrolle, welche dann aber
sukzessive abnimmt, bis man letztendlich völlig autark operiert.
Das Arbeitsklima ist sehr angenehm. Man wird in die entsprechende Gruppe, in
welcher man eingesetzt ist, integriert und hat in den Projekten, welche man
bearbeitet, auch volles Mitspracherecht. Dass der Praktikant also nur Handlangerarbeiten
verrichten muß, wie es allgemein angenommen wird, trifft hier ganz und
gar nicht zu."




